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SyncFueL

Synchronisierter Eigenstrom für die Ladung von Elektrofahrzeugen

In Kooperation mit der Universität Dortmund und weiteren Partnern forscht und entwickelt die hsag im Projekt „SyncFueL“ an einer Technologie, Eigenstrom auch an entfernten Ladestationen zur Verfügung zu stellen. Mit dem Projekt soll es zukünftig ermöglicht werden, ein Elektroauto mit etwa 1,50 € Energiekosten auf 100 km zu betreiben. Diese Möglichkeit wird durch einen Ladevorgang geboten, bei dem die Einspeisung von einer bestimmten PV Anlage mit einem Verbrauch an einer entfernten Steckdose synchronisiert wird. Ein mobiler Smart Meter ist das technische Vehikel dazu. Damit soll Eigenstrom zukünftig auch an entfernten Steckdosen, zum Beispiel beim Arbeitgeber während der üblicherweise langen Standzeiten geladen werden können.

Eigenstrom für das Elektroauto nicht nur zuhause, sondern überall nutzen

Im vom BMVI geförderten Forschungsprojekt „SyncFueL“, „Synchronisierter Eigenstrom für die Ladung von Elektrofahrzeugen“, wird eine Lösung erforscht, die  einen Ladevorgang ermöglicht, bei dem die Einspeiseleistung von  EE-Anlagen, zum Beispiel kleineren PV Anlagen, mit der  Ausspeiseleistung an einer entfernten Steckdose synchronisiert wird. Es entsteht die Möglichkeit, den dadurch zeitlich synchronisierten Strom auch an entfernter Steckdose zukünftig rechtlich als Eigenstrom zu betrachten und für das eigene Elektrofahrzeug zu nutzen. Mit der Betrachtung als Eigenstrom und den hierfür notwendigen Abbildungen in Gesetzen und Regularien kann dann der Preis für eine kWh im Vergleich zu einer fremd bezogenen kWh deutlich reduziert werden.

Technisch umgesetzt wird SyncFueL mit einem „synchronisierten mobilen Smartmeter”, der eine leistungssynchrone Eigenstromentnahme an entfernter Steckdose ermöglicht. Der synchronisierte mobile Smartmeter wird an die Steckdose angeschlossen, authentifiziert sich und synchronisiert sich mit dem die Einspeiseleistung messenden Smart Meter an der EE Anlage und der synchronisierte Ladevorgang kann beginnen. Der Nutzer erhält Informationen über die aktuell abrufbare Leistung und kann verschiedene Modi des Ladevorgangs eingeben.

Die Ziele des Projekts im Überblick

Entwicklung und Einsatz eines synchronisierten mobilen Smart Meters zur synchronisierten Eigenstromentnahme an entfernter Stelle
Leistungs- und energiemengenbezogene Synchronisierung von Ladevorgängen von Elektrofahrzeugen mit EE-Anlagen, zum Beispiel heimischen PV Anlagen
Ermittlung des Entlastungspotenzials im Verteilnetz durch synchronisierten Eigenstrom
Ableitung von Geschäftsmodellen und Entwicklung korrekter und sicherer Abrechnungs- und Kommunikationsprozesse

Allgemeine Informationen

Insgesamt sind vier Anwendungsfälle in den Varianten  „Privathaushalt – Betrieb“ und „Betrieb – Betrieb“ zu betrachten, in denen das entfernt von der eigenen EE-Anlage, zum Beispiel  PV, ladende E-Fahrzeug  (1) über eine Schuko-Steckdose lädt, (2) an einer Wallbox angeschlossen ist, (3) das Fahrzeug über öffentliche Ladeinfrastruktur geladen wird oder (4) Teil einer umfangreicheren verteilten Ladeinfrastruktur beispielsweise im betrieblichen Umfeld, am Arbeitsplatz oder im semiöffentlichen Bereich eines Parkhauses ist.

Die daraus potentiell resultierende Senkung der Strombezugskosten an der entfernten Steckdose, beispielsweise durch den Wegfall der Erzeugungs- und Vertriebskosten, geringere Netznutzungsentgelte, verminderte EEG-Umlage, verminderte Stromsteuer  und der dadurch reduzierte Umsatzsteuerbetrag stellen den Hebel zur Refinanzierung von Elektrofahrzeug und zugehöriger (Lade-)Infrastruktur dar.

  • Reduzierung der Treibhausgasemissionen durch die Ladung von Elektrofahrzeugen mit Strom aus erneuerbaren Energien
  • Nutzung des Potentials von Elektrofahrzeugen als flexible Lasten im intelligenten Stromnetz für die Integration fluktuierender erneuerbarer Energien
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